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Paul Konewka (1840-1871)

Paul Emil Valentin Konewka wurde in Greifswald geboren. Schon in frühester Kindheit fing er an, mit der Handarbeitsschere seiner Schwester allerhand aus Papier auszuschneiden. Arbeiten von 1850 bis 1854, Schnitte aus weißem und schwarzem Papier, zeigten Figuren aus der alten pommerschen Universitäts- und Handelsstadt. Der Vater, überzeugt vom künstlerischen Talent seines Sohnes, beschloß, ihn die Bildhauerkunst erlernen zu lassen. 1857 reiste Paul Konewka nach Berlin und wurde im Atelier von Friedrich Drake (1805-1882) aufgenommen. Sein anfänglicher Eifer ließ nach und Konewka begann, ein freies Leben unter anderen Künstlern zu führen.

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Paul Konewka, Silhouettenfries (Ausschnitt), um 1860,
Originalscherenschnitt, Kulturhistorisches Museum, Stralsund

Beim "Alten Siechen" in der Burgstraße schnitt er von den Gästen Porträtsilhouetten und hoffte, so sein Geld zu verdienen. In dieser Zeit lernte er Karl Fröhlich kennen und wurde dessen Schüler. Obwohl die Linienführung seiner Schnitte die seines Lehrers an Eleganz und Weichheit übertrafen, sah Konewka sie nicht als Kunst an und begann einige Zeit später, Ölmalerei im Atelier des Malers und Graphikers Carl Steffeck (1818-1890) zu erlernen. 1862 erschienen im Kunsthandel "6 Silhouetten erfunden und geschnitten von Paul Konewka" als Album, 1864 zwölf Blätter zu Goethes Faust, die Konewka ursprünglich als Lampenschirmverzierung entworfen hatte. Sie machten Konewka mit einem Schlage berühmt. Adolf Menzel lobte das Werk und bemerkte, niemals sei das Gretchen von Künstlerhand besser dargestellt worden. Konewkas Scherenschnitte wurden von dem Berliner Xylographen A. Vogel in Holz geschnitten und gedruckt (wie die berühmten Illustrationen zu Shakespeares Sommernachtstraum, 1869). Nach einem längeren Aufenthalt im Salzkammergut und in Stuttgart kehrte er todkrank nach Berlin zurück, wo er 1871 an der Schwindsucht starb. Sein Schwager Johannes Trojan (1837-1915) veröffentlichte eine Biographie über Konewka.

Christa Weber     

Literatur: Johannes Trojan, Paul Konewka, in: Velhagen & Klasings Monatshefte 1891/92, 1, S. 177 ff.




Stand: 09.07.2006 Impressum  Seitenanfang