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Leben im Mittelalter
Von Schmieden, Rittern und Leprakranken

Ausstellung vom 07.04. bis 20.05.2007 - Eintritt: 4 €, erm. 3 €


Ab dem 7. April 2007 erwacht auf Schloss Britz das Mittelalter zum Leben! Originalgetreue Nachbauten lassen sich aus der Nähe betrachten, anfassen und ausprobieren. Eine "Zeitseil" führt den Besucher zu zehn Themenbereichen, die für den Alltag des mittelalterlichen Menschen von großer Bedeutung waren. Szenische Darstellungen vermitteln einen hautnahen Eindruck, bebilderte Tafeln informieren über die jeweilige Station.

Leben im MittelalterWas aß der Mensch im Mittelalter, welche Lebensmittel baute er an, welche erwarb er auf dem Markt? Ein Blick in eine Bauernstube und auf einen Marktstand mit schönen Waren aus der Umgebung und erlesenen Dingen aus der Ferne geben Auskunft. Feinste rheinische Steinzeugkrüge und böhmische Gläser sind hier zu sehen, die Qualität wertvoller Pelze von der fernen Ostseeküste zu ertasten. Wie kleidete sich denn eine reiche Dame und wie wird Kleidung überhaupt hergestellt? Natürlich darf auch ein kleiner Abstecher in die Waffenkammer eines Adligen nicht fehlen. Der Zimmermann, Schmied und Steinmetz scheinen gerade ihre Arbeit unterbrochen zu haben, denn das Werkzeug liegt noch an seinem Platz auf der mittelalterlichen Baustelle. Vielleicht haben sie sich gerade auf ein kleines Würfelspiel eingelassen: Knochenwürfel und Spielsteine zeigen, dass das Leben auch im Mittelalter nicht nur aus Arbeit bestand. Vor allem Kinder wussten, sich aus einfachen Dingen Spielzeuge herzustellen.

Leben im MittelalterDoch nicht nur schöne Angelegenheiten werden thematisiert: Wie sah es beispielsweise mit der Entsorgung von Abwässern und Unrat aus? Gerade in der spätmittelalterlichen Stadt wurde deren Beseitigung zu einem großen Problem. Platzmangel, unhygienische Bedingungen und eine mangelhafte, unausgewogene Ernährung führten schnell zu Krankheiten, die häufig nur unzureichend behandelt werden konnte. Welche Heilmittel wandte man an? Wie verfuhr die Gesellschaft mit unheilbar kranken Menschen? Ein Leprakranker mit seinem Warninstrument – einer Klapper – verdeutlicht die Maßnahme der Isolierung. Aber auch der Umgang mit dem Unausweichlichem, dem Tod, soll nicht verschwiegen werden und bildet den Abschluss des "Rundgangs durch das Mittelalter".

Die ausgestellten Objekte sind Nachbauten, die auf Erkenntnissen aus Bild- und Schriftquellen, vor allem aber archäologischem Fundmaterial beruhen. Ein deutlicher Schwerpunkt dieser Ausstellung liegt somit auf dem Spätmittelalter, da hier die Quellenlage am deutlichsten ist. Wissenschaftlich gut abgesicherte Erkenntnisse sollen so einem interessierten Publikum gut verständlich näher gebracht werden, und dies möglichst vielseitig und spannend.

Übersicht der Ausstellungen seit Wiedereröffnung (1989-2006)




Stand: 04.06.2007 Impressum  Seitenanfang