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Kinderwelten

Weihnachstbaum mit Schmuck in der Ausstellung


Weihnachtsbräuche in der russisch - orthodoxen Kirche

Das Geburtsfest Christi wird in der russisch-orthodoxen Kirche noch nach dem altenjulianischen Kalender gefeiert, also am 6./7. Januar.
Eine mehrwöchige Fastenzeit leitet die Weihnachtszeit ein. Beendet ist diese Zeit am Abend des Weihnachts-Sotschelnik, wenn der erste Stem am Abendhimmel erscheint. Auf dem Tisch stehen Brot, Salz und die traditionellen Fastenspeisen bereit, aber auch Heu, zur Erinnerung an die Krippe von Bethlehem.
Der Weihnachtsgottesdienst beginnt um zwei Uhr nachts und dauert bis in die Morgenstunden. Die Swjatki (Weihnachtsfeiertage) dauern bis zum 13. Januar. Während dieser Tage verkleidet man sich und deutet das Orakel anhand von Bohnen, Schuhen u. a.
Das Beschneidungsfest und das Fest des Heiligen Basilius markieren das Ende der Weihnachtszeit und den Beginn des neuen Jahres.
Nach der Revolution wurden diese traditionellen Weihnachtsbräuche als feudal-bürgerliches und religiöses Relikt bekämpft.

Vom weihnachtlichen Schenken und Feiern in der Zarenfamilie

Auch in der Zarenfamilie gehörte Weihnachten zu den beliebtesten Festen und der Weihnachtsbaum zu einem wichtigen Bestandteil.
Bereits kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes Olga, stellten Nikolaus II. und Alexandra Feodorowna in dem Kinderzimmer einen kleinen Weihnachtsbaum mit Kerzen auf. Später stand der Baum für die Kinder im Spielzimmer von Alexej, während der Familienbaum im Ahornsaal aufgestellt wurde. Der Baum für das nahestehende Gefolge und die Offiziere hatte seinen Platz im prunkvollen, über zwei Geschosse reichenden "Halbrunden Saal" des Alexander-Palastes. Seine Spitze reichte bis ins Obergeschoß.
Nachmittags um vier Uhr wurden die Kerzen am "Kinderbaum" angezündet und die Eltem verteilten die Geschenke an die Kinder.
"Es gab auch sehr wertvolle Geschenke, aber die Zarenkinder haben niemals über den Geldwert der Geschenke nachgedacht. Sie haben sich über eine selbst gebastelte Sache oder ein einfaches Spielzeug genauso gefreut wie über ein teures Geschenk. Die teuren Geschenke durften sie nur bei offiziellen Anlässen benutzen. Alexej wurden häufig Bleisoldaten, Miniaturwaffen und andere Sachen geschenkt... ", erinnert sich die Hofdame der Zarin, Anna Wyrubova. (Zitat aus dem Aufsatz von T. M. Butyrina: Die Familie von Kaiser Nikolaus II. in Zarskoje Selo, Ausstellungsbroschüre Schloß Britz 2002)
Am Abend zündeten Alexandra und Nikolaus II. im Ahornsalon die Kerzen ihres Baumes an. Die Familie verbrachte den Heiligen Abend unter sich oder im Kreise der engsten Verwandten und Freunde.
In den folgenden Weihnachtstagen nahm die Familie an Tagesweihnachtsfeiern für die unteren Ränge der Eskorte und des zusammengesetzten Bataillons teil. In der Mitte der Hofmanege stand ein riesiger geschmückter Baum und um ihn herum Tische mit Geschenken für die Soldaten. Die Kinder des Zaren beteiligten sich an der Verteilung der Gaben. Besondere Freude bereitete ihnen stets das nachfolgende Konzert, bei dem die Soldaten sangen, tanzten und auf der Balalaika spielten.
Das traditionelle Neujahrsfest beendete die Weihnachtszeit. Dazu empfing der Zar im Großen Saal des Katharinen-Palastes das diplomatische Korps der ausländischen Mächte und beglückwünschte sie zum neuen Jahr.




Stand: 06.07.2003  Impressum  Seitenanfang